Als ich am Freitag in Wilhelmsburg aus der S-Bahn gestiegen bin, kam ich mir irgendwie alt vor, also dafür, dass ich das erste mal bei einem Festival war. Aber das ist ja egal irgendwann muss man halt anfangen ;-)
Es fing dann auch an, am Freitag gegen 20.45 mit Blumentopf, eigentlich nicht ganz so die Musik die ich täglich höre, aber man sollte ja immer offen für Neues sein. Das war die erste Band und nun folgten über 3 Tage verteilt: Turbonegro, Voltaire, I-Fire, We are enfant terrible, Element of Crime, Whitest Boy Alive, Bonaparte, MGMT, Vierkanttretlager, Vincent van Go Go, Ghost of Tom Joad, William Fitzsimmons, Black Lips, Pascal Finkenauer und der krönende Abschluss war Kettcar. Es gab natürlich Bands die mir besser gefallen haben und Bands die nicht so mein Fall waren, aber ein paar sollten auf alle Fälle erwähnt werden.
Überrascht hat mich Element of Crime, kannte sie vorher nur vom hörensagen, hatte sie noch nicht wirklich gehört und wenn dann nur nebenbei. Als nächstes zu erwähnen MGMT, nachdem sie meinen Urlaub in Schweden mitgestaltet haben, hab ich doch recht oft das Album gehört um im Kopf ein bisschen Urlaub zu erleben. Und sie war der Hammer, sehr schöne Lieder ausgesucht und auch ein paar neue gespielt, bei denen ich mich schon auf das nächste Album sehr freue. Als nächstes Kettcar, da hab ich immer mal was gehört, weil sie oft in einem Atemzug mit Revolverheld genannt werden. Ich wusste also ungefähr was zu erwarten war, aber das was ich zu hören bekam, war besser als erwartet.
Und dann noch ein sehr unerwarteter Schatz, ich hab eine Woche vor dem Festival mal in ein paar Bands reingehört, um ein bisschen eine Ahnung zu haben, was ich mir alles so anhören und anschauen will, dabei habe ich William Fitzsimmons gefunden. Hab mit bei YouTube ein paar Videos angeschaut und war begeistert, hab mich dann also eine Woche lang darauf gefreut das live sehen zu dürfen. Und dann war es Sonntag Nachmittag, die Sonne schien kräftig, ich war schon ziemlich knülle von den zwei Tagen davor und endlich mal ein Auftritt, bei dem man einfach nur dasitzen und genießen konnte und es war großartig, er hatte noch einen Gitarrenspieler mitgebracht und somit war der Auftritt noch besser als erwartet, aber leider viel viel viel zu kurz, denn wie immer wenn es schön ist, geht die Zeit sehr schnell vorbei und so sind 50 Minuten wie im Flug vergangen.
Das einzige was an dem Wochenende etwas anstrengend war- der Dreck/Staub. Der Platz auf dem das Festival war, bestand eigentlich nur aus Dreck, ein bisschen Wiese, oder besser das was davon übrig war. Da das Wetter herrlich war, stiebte es bei jedem Schritt und wenn dann vor den Bühnen noch getanzt und rumgesprungen wurde, konnte man teilweise die Bühne nur noch erahnen, meine schwarze Jacke ist jetzt grau, aber mal was anderes.
Aber insgesamt war das Wochenende einfach großartig und sehr schön, Musik ist schon eine feine Sache :-)
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