Mittwoch, 16. Dezember 2015

Nicht unterwegs ... trotzdem eine Reise

Ich war zwar auch ein bisschen unterwegs, aber in erster Linie geht es um Musik.
Der letzte Monat war voll damit, angefangen am 20.11. als wir in einem großen Einkaufzentrum in der Nähe von Hamburg einen Flashmob gesungen haben, ein paar Lieder einfach nur toll, da waren diese Momente die einfach nur Spaß gemacht haben. Leider war das alles viel zu schnell vorbei wie das immer mit solchen Konzerten ist.
Weiter ging es mit einer Fahrt nach Rostock, es ist fast ein Jahr her das ich das letzte mal da war, da hab ich mit Rent das Musical angeschaut, diesmal ging es zu einem neuen Chor: MixTape, das sind unter Andern, auch ein paar Leute von Celebrate, mit denen ich schon zusammen gesungen habe. Die machen alles mit dem Mund, haben nur ein Schlagwerk mit dabei und es war einfach der Hammer, was sich bei mir am meisten eingeprägt hat war ein Lied von The Postal Service, denn das ist zu der Zeit grad meine Busunterhaltung gewesen und ich hab es hoch und runter gehört. Es war unglaublich schön, die Leute wieder zu treffen, einen kleinen Ausflug zu Strand gab es auch noch dazu. Ein wunderbares Wochenende.
Es ging gleich musikalisch mit dem nächsten Konzert weiter, am 28.11. hatte Guido Goh (unser Chorleiter) ein Solokonzert, dabei waren als Gäste Carol Keogh und Wayne Sheehy. Wir als Chor waren quasi auch Gäste und durften ein paar Lieder von Guido begleiten und ein paar haben wir auch alleine gesunden. Es war der Hammer, es war so ein bisschen wie fliegen, keine Ahnung was genau da alles wie funktioniert hat, aber es war der Wahnsinn. Was noch besonders toll ab dem Konzert war, das meine Schwester und ihre Familie auch da waren. Ich glaub ich hab den ganzen Tag gelächelt :)
Es ging weiter mit Musik am Wochenende darauf, der Bruder einer Freundin aus dem Chor singt in einem a capella Quarett und die hatten ein Konzert in Hamburg. Dir Gruppe heißt Baff! und ich kann nur jeden empfehlen zu einem Konzert zu gehen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Ich hatte einen wunderbaren Abend mit ehrlichen und lustigen Texten und schöner Musik und einer gesanglichen Qualität, die ich zugeben muss, nicht so erwartet hatte. Sehr sympathische Truppe!
Dann war ich noch ein bisschen weiter unterwegs und hab ein vorweihnachtliches Wochenende in Stockholm verbracht. Die Stadt ist wunder schön anzuschauen, sehr schön geschmückt, dazu kam noch das am Sonntag Santa Lucia war und so in der ganzen Stadt kleine Chöre unterwegs waren, die das herumlaufende Volk gut unterhalten haben mit schönen schwedischen Weihnachtsliedern.
Ich freu mich immer sehr an so Kleinigkeiten und es hat das kurze Wochenende zu etwas ganz besonderen gemacht.
Stockholm - Sergels Torget

Und zum Schluß kommt noch ein großes Konzert. Annika hatte mich schon vor einer Weile gefragt, ob ich mit ihr zum Florence + the Machine Konzert komme, ich habe natürlich ja gesagt, obwohl ich noch nicht hunderprozentig wusste auf was ich mich ein lasse. Aber das Konzert war einfach toll, die Frau hat eine Wahnsinnig schöne Stimme, die einfach was her macht, die Band war der Wahnsinn, keine Ahnung wie ich das in Worte fassen soll. Ich muss sagen alle diese musikalischen Erlebnisse es waren alle total anders, aber alle sehr schön.
Dann noch schöne Wehnachten und einen guten Start in das neue Jahr!




 

Sonntag, 20. September 2015

Mal wieder Zeit...für eine Hauptstadt

Diesmal: Riga
Riga ist die Hauptstadt von Lettland und hier wohnen ca 600 000 von den 2 Mio Letten. Die Altstadt ist klein und hübsch man kann sie relativ schnell ablaufen, fahren darf man da mit dem Auto eh nicht und wenn, dann kann man es nirgends abstellen.
Vom Hostel gab es das Angebot eine Mitternachtskajaktour zu machen, also war ich dabei. Wir sind also 8 km um die Altstadt herum gepaddelt und das war so schön, die Brücken sind wunderschön bunt beleuchtet, wir haben immer wieder was erklärt bekommen und wir haben Biber gesehen, die Tiere sind deutlich größer als gedacht aber dennoch niedlich. Man merkt was man getan hat, aber wann kommt man sonst dazu mitten in der Nacht Kajak fahren zu gehen....beeindruckend.
Was ich bis jetzt noch nicht wusste ist das Riga die Stadt für Jugendstil ist, hier gibt es ca 800 mehr oder weniger gut erhaltene Gebäude und ich muss sagen, die haben mich sehr beeindruckt, sehr hübsch und so Detailverliebt, man wird gar nicht fertig mich hin schauen. Ich weiß gar nicht wie ich das alles beschreiben soll, hier einfach ein paar Bilder.
 Schwarzhäupterhaus
 Schwarzhäupterhaus und St. Peters Kirche (von dem Turm aus sind die Fotos die folgen)
 Daugava (der Fluss) und die eingepackte Domkirche (wenn man genau hinschaut kann man schon das schöne neue Kupferdach leuchten sehen)
Die Stadt in die andere Richtung (Südosten). Das riesige Gebäude weiter hinten (ja solche gibt es auch in Warschau und Moskau) wurde zu Ehren Stalins gebaut der es aber nie gesehen hat...heute ist da sie Akademie der Wissenschaften untergebracht.
Blick Richtung Nordosten, die goldenen Kuppeln gehören zu russisch-orthodoxen Christi Geburt Kirche.
Christi Geburt Kirche
Freiheitsdenkmal
Die Bremer Stadtmusikanten in Riga. Bremen ist die Partnerstadt von Riga und die Stadtmusikanten gab es als Geschenk, das "U" drum rum soll die Berliner Mauer symbolisieren und das wenn man gemeinsam laut ist, viel erreichen kann.
Das ist ein typisches Holzhaus in der Moskauer Vorstadt.
Eines der großen Holzgebäude der Stadt, die Kirche in der Moskauer Vorstadt
Zum Abschluss noch ein paar wunderschöne Jugendstilhäuser
Fotos: Katharina Veith

Freitag, 7. August 2015

Miniurlaub...in der Heimat

Es ist ja relativ leicht weit weg zu fahren und die Welt zu entdecken, denn es klingt ja viel spannender, wenn man sagt: "Ich war in Kanada!" als "Ich war in der Oberlausitz." Aber übersehen wir da nicht viel Schönes und Spannendes?
Dieser Heimaturlaub war etwas besonderes, denn ich war so etwas wie ein Tourist in meiner Heimat.Ich komme, wie schon geschrieben, aus der Oberlausitz und ja das Ober- ist wichtig, denn die "Lausitz" alleine gibt es nicht, die Niederlausitz will ja auch ihren ganzen eigenen Namen haben. Nicht weit von zu Hause gibt es den Löbauer Berg und der hat einen Turm obendrauf, so weit so gut, viele Berge haben Türme, aber der ist etwas Besonderes denn er ist Gusseisern. Was das genau heißt kann jeder selber lesen: http://www.loebauer-berg.de/
Ich war nun schon unzählige Male oben und man könnte meinen, man hat das jetzt alles oft genug gesehen, aber es ist immer ein bisschen anders, das Wetter, die Sicht und die Stimmung allgemein. Diesmal was die Sicht großartig und ich hatte auch mal meine Kamera dabei. Der Abstieg ist immer mit etwas weichen Knien verbunden, man kann durch die Stufen durchschauen...
(c) Fotos: Katharina Veith

Freitag, 10. Juli 2015

Unterwegs...in Kanada

Ich weiß noch nicht ganz wie ich anfangen soll, bzw wie ich alles in Worte fassen soll was ich die letzte Woche gesehen habe. Meine Kanadareise startete in Calgary, mit einer ein bisschen abenteuerlichen Busfahrt vom Flughafen in die Stadt zur Uni wo wir geschlafen haben, die Busfahrer kennen die Haltestellen nicht, an den Haltestellen steht kein Name dran, ein bisschen ein Blindflug, aber irgendwann hieß eine Haltestellen Universität und ich bin ausgestiegen, erstmal etwas rum mäandert um W-LAN zu finden, aber dank Eduroam gab es das an den Unigebäuden reichlich. Ein netter Mensch hat mich dann noch ein ganzes Stück in die richtige Richtung gebracht und ich hab das Hotel erreicht, kurz zu bemerken sind die ca 30 Grad, ich hab nicht gefroren... Dann ging es auch schon gleich weiter in die Stadt die nicht so sonderlich spektakulär ist, aber ganz ok, die Skyline kann sich sehen lassen. Ich würde etwas gequält um meinen Jetleg recht schnell in den Griff zu bekommen, und so wurde ich bis Mitternacht wachgehalten. Und dafür gab es auch Feuerwerk :) Den nächstes Tag ging es dann zum Stampete, ein großes Volkfest so Hamburger Dom mäßig, und Rodeo Show. Es war mal ganz interessant sowas zu sehen, aber Fan muss ich davon nicht werden ;) grade als die Show vorbei war, fing es an zu regnen und zu hageln, innerhalb von 5 min Stand der Platz stellenweise knietief Unterwasser. Dazu noch Hagelkörner, ca. 1cm im Durchmesser, die das Gelände in eine Winterlandschaft verwandelt hat. Mit etwas nassen Schuhen ging es dann wieder zum Auto um den nächsten Supermarkt zu stürmen und uns Reise fit für die bevorstehenden Campingtage zu machen. Relativ spät am Abend ging es dann Richtung Banff. Das Zelt wurde aufgebaut, wir haben das erste Mal unsere Luftmatratzen aufgepustet, Schlafsäcke bereitet und gehofft das wir einfach ins Schlummerland konnten. Dem war leider nicht so da gefühlt sämtliche unserer Nachbar beschlossen hatten große Teile des Waldes in dieser Nacht abholzen zu müssen. Und wenn der eine aufgehört hatte, fing der nächste damit an. Wie das dann halt so ist. Aber auch diese Nacht ging vorbei. Morgens ging es dann auf nach Banff in den Ort, lecker frühstücken und dann in die Heißen Quellen zum Baden, ein wirklich netter Ausblick. Man sitzt im Pool bei 40 °C und schaut auf die Berge ringsherum. Schon beeindruckend. Dann bin ich mir schon nicht mehr sicher was wir wann und wo gemacht haben. Denn: Wasserfall, See (in Grün) dann Wasserfall, Zelt aufbauen, Zelt abbauen, See in Blau, ein Stück fahren, Wasserfall, Wasserfall, Zelt aufbauen, Zelt abbauen, See, und so weiter.... Also nur nicht falsch verstehen, aber es war unfassbar schön, ich versuche die Bilder auseinander zu sortieren und irgendwie in die Richtige Ordnung im Kopf zu bekommen, aber grade funktioniert das noch nicht. Die Rocky Mountains gingen damit schneller vorbei wie gedacht, ich durfte dann auch mal ein bisschen Autofahren und Straßen die einfach nur gerade ausgehen, gibt es in Deutschland nur sehr wenig, aber nach 1 km geradeausfahren feiert man regelrecht eine Party wenn mal eine Kurve kommt. Interessant ist auch die Fahrweise der Trucker. Highway, (also eine gut ausgebaute Bundesstraße) Baustelle 70 km/h erlaubt, klein Katha schon zu schnell unterwegs. Ich muss sagen ich musste etwas schlucken als der Truck hinter mir zum Überholen anfing, und er zog an mir vorbei als würde ich stehen, es war ein sehr großer Truck. Dann ging es Richtung Vancouver und nach Vancouver Island mit der Fähre. Den Freitag haben wir genutzt um die Bilder der Woche zu verarbeiten in dem wir einfach 3 Stunden am Strand gesessen haben und einfach aufs Wasser gestarrt haben. Wir wurden netterweise von unserm couchsurfing Host gefahren, in einem roten Mustang Cabrio, das war schon cool! Abends haben wir uns dann noch einen wahnsinnig schönen Sonnenuntergang angeschaut. Samstag ging es dann bei Regen los Richtung Qualicum falls und Cathedral grove. Und eigentlich wollten wir nicht noch bis an die Westküste fahren denn die Straße ist nicht sonderlich gut und es dauert halt 4 Stunden, naja wir haben das dann doch gemacht und es war ein Traum. Der Regen hat am Strand auch mal kurz Pause gemacht und ich konnte meinen Füße in den Pazifik halten. Sonntag morgen ging es dann sehr zeitig nach Victoria, da haben wir 2 Touren Whale watching gemacht. Nur weil wir auf der ersten Tour keine Wale gesehen haben, konnten wir gleich noch mal mit. Wir haben Seelöwen, Robben, Delphine, Orcas und Buckelwale gesehen, das war Wahnsinn! Fotos hab ich davon leider nicht, ich war mit selber schauen beschäftigt :) Netterweise wurden wir dann noch zum Bus gefahren der uns zur Fähre gebracht hat, das hat auch alles grade so geklappt, denn wir waren 10 min vor dem Ablegen der Fähre am Terminal, optimale Zeitausnutzung. In Tsawwassen wurden wir dann wieder eingesammelt und es ging nach Vancouver, die letzte Station auf meiner Reise. Montag haben wir dann eine Radtour durch Vancouver Downtown gemacht um möglichst viel in kurzer Zeit anschauen zu können, das hat auch sehr gut geklappt. Dienstag bin ich dann zur Uni gelaufen War im Pazifik baden, im Botanischen Garten und im Museum für Anthropologie. Ein sehr schöner Abschluss von 2 aufregend schönen Wochen. Und nun noch ein paar Bilder, es ist so unglaublich schwer auszusortieren ...
Calgary
Johnson Canyon
Lake Louise
Moraine Lake
Takakkaw Falls
Emerald Lake
Peyto Lake
Saskatchewan Gletscher
Athabasca Gletscher
Athabasca Falls
Maligne Lake
 Maligne Canyon
Mount Robson
Pamperton - mit Sonne hinterm smog
Whistler
Vancouver Island - Nanaimo
Qualicum Falls
Cathedral Grove
Tofino - Long Beach
Vancouver
Olymischer Flammenhalter
Nitobe Garten
Botanischer Garten der UBC
Anthropologisches Museum

(c) Fotos: Katharina Veith