Am Donnerstag morgen ging die Reise ziemlich zeitig mit einer Busrundfahrt durch Tübingen los (an Feiertagen fahren die nicht so häufig...). Alle Züge pünktlich und daher auch pünktlich und mit Sonnenschein in Bern, ich hab mich dann auf den Weg gemacht mit die Stadt anzuschauen, denn noch schien die Sonne und das sollte leider nicht so bleiben, aber immerhin hab ich ein paar Bilder die einen winzigen Eindruck vermitteln, wie hübsch Bern ist.
Heiliggeistkirche, das ist direkt am Bahnhof
Kramgasse
Gerechtigkeitsgasse
von der Nydegggasse zur Aare hinunter
Von der Nydeggbrücke über Gerbergasse und Aare
Die Kirche mit Gerüst ist das Münster und die Aare/Schwelle
Holländerturm
Von den nächsten 2 Tagen gibt es leider keine Fotos, denn erstens ich war mehr oder weniger die ganze Zeit in Museen und 2. es hat ununterbrochen geregnet.
Ich muss aber sagen ich mag Museen. Ich war im bernischen historischen Museum, die zeigen zur Zeit 4 originale Terrakottakrieger die zu dem Grabmahl von Kaiser Qin gehören, dazu natürlich auch reichlich Informationen über die Geschichte Chinas, alles sehr beeindruckend und noch viel beeindruckender ist, das es wahrscheinlich um die 7000 bis 8000 solcher Figuren gibt und jede ist ein bisschen anders und alle waren bunt bemalt, es gibt auch nicht nur die Krieger, sonder auch Figuren die Beamte darstellen und Artisten, Musiker und einen künstlichen Fluss mit Schwänen und Gänsen. In dem Museum gab es natürlich noch mehr, zum Beispiel vieles aus der Geschichte von Bern, als Bern im 16. Jahrhundert die Reformation mit machte gab es, wie in vielen anderen Städten auch, einen Bildersturm und viele Figuren, die am und im Münster hingen wurden abgenommen und unter der neuen Münsterplattform als Füllmasse genutzt, also vor einigen Jahren diese erneuert wurde fand man die Figuren wieder und man kann die jetzt auch in diesem Museum bestaunen. Und dann gab es noch gefühlte 100 andere Räume mit vielen Dingen die bestaunt werden wollten, aber wenn ich das hier auch noch alles schreibe, werde ich heute nicht mehr fertig. Dieses Museum zählt definitiv zu denen in den man die Zeit total vergessen kann, und da es draußen eh nur regnete verpasste ich da schon mal nichts. Bevor ich ins Museum gegangen bin war ich noch auf dem Münster oben um die Stadt (wenigstens die Altstadt, viel mehr war nicht zu sehen) von oben zu sehen. Meine Kamera hatte ich nicht mit, weil ich meinen Rucksack auch unten lassen musste und es regnete. auf dem Weg nach unten sah ich das man auch die Glockenstühle bestaunen kann und mich begeistern diese riesigen Glocken immer sehr und als ich davor stand dachte ich nur, wenn die große läutet möchte ich nicht hier sein, in diesem Moment hörte ich ein klick klick und ich sah nur wie die größte Glocke anfing Schwung zuholen, das war der Moment in dem man los läuft, ich hatte es ungefähr ein oder eineinhalb Etagen nach unten geschafft da dröhnte es los (es war auch 12:00, ich weiß ich hätte auch vorher auf die Uhr schauen können...) Naja es vibrierte irgendwie alles und als der Schreck vorrüber war stellte ich fest wie weit oben ich war und das ich aus den offenen Fenstern sehr weit runter schauen konnte und da packte mich die Höhenangst und die Knie fingen an mit zittern, aber ich war ganz tapfer ich bin immer weiter gelaufen und irgendwann unten angekommen ;)
Samstag war ich dann im Museum IllusoriaLand, das war ersten nicht so einfach zu finden, denn wer vermutet so etwas schon in einem Bürogebäude in einem Gewerbegebiet, aber es war toll, schöne Bilder, mit denen man sich stundenlang beschäftigen kann und doch immer wieder feststellt der Kopf begreift es einfach nicht und dann holographische Bilder auch sehr toll. Das hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Mit dem Filmen am Abend (Parada, sehr zu empfehlen!) war dann auch der 2 Regentag vorbei. Am Sonntag ging es dann noch auf den Gurten. (Ich bin mir grade nicht so sicher wie das grammatikalisch richtig ist, aber das seit ihr ja sicher gewohnt...) Der Berg auf den ich hoch gefahren bin heißt Gurten und ist sozusagen der Hausberg der Berner, Die Aussicht war toll, wenn auch etwas trüb. Mit einem Kaffee und einem Buch, die Zeit vergehen lassen und immer wieder die Aussicht bestaunen, kann es etwas schöneres geben?
OK, Sonne und 20°C wären noch ein bonus gewesen, aber gut. Im übrigen habe ich auf meiner kleinen Schweizreise auch einen Exkurs in die schweizer Literatur gemacht und endlich mal Homo Faber von Max Frisch gelesen, und muss sagen ich fand es ziemlich gut, in der Schule konnte ich irgendwie nichts damit anfangen, ist das jetzt schon die Weisheit des Alters?
Die Rückfahrt war nicht ganz so entspannt wie die Hinfahrt, denn in Zürich konnte der Zug Richtung Stuttgart leider nicht auf uns warten, damit musste eine Alternative her, das hieß eine Stunde in Zürich warten und anstatt dann nur noch einmal in Horb umzusteigen musste ich noch in Schaffenhausen, Singen und in Horb umsteigen und war dann mit 2 Stunden Verspätung auch endlich in Tübingen und in meinem Bettchen.