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Freitag, 10. Juli 2015

Unterwegs...in Kanada

Ich weiß noch nicht ganz wie ich anfangen soll, bzw wie ich alles in Worte fassen soll was ich die letzte Woche gesehen habe. Meine Kanadareise startete in Calgary, mit einer ein bisschen abenteuerlichen Busfahrt vom Flughafen in die Stadt zur Uni wo wir geschlafen haben, die Busfahrer kennen die Haltestellen nicht, an den Haltestellen steht kein Name dran, ein bisschen ein Blindflug, aber irgendwann hieß eine Haltestellen Universität und ich bin ausgestiegen, erstmal etwas rum mäandert um W-LAN zu finden, aber dank Eduroam gab es das an den Unigebäuden reichlich. Ein netter Mensch hat mich dann noch ein ganzes Stück in die richtige Richtung gebracht und ich hab das Hotel erreicht, kurz zu bemerken sind die ca 30 Grad, ich hab nicht gefroren... Dann ging es auch schon gleich weiter in die Stadt die nicht so sonderlich spektakulär ist, aber ganz ok, die Skyline kann sich sehen lassen. Ich würde etwas gequält um meinen Jetleg recht schnell in den Griff zu bekommen, und so wurde ich bis Mitternacht wachgehalten. Und dafür gab es auch Feuerwerk :) Den nächstes Tag ging es dann zum Stampete, ein großes Volkfest so Hamburger Dom mäßig, und Rodeo Show. Es war mal ganz interessant sowas zu sehen, aber Fan muss ich davon nicht werden ;) grade als die Show vorbei war, fing es an zu regnen und zu hageln, innerhalb von 5 min Stand der Platz stellenweise knietief Unterwasser. Dazu noch Hagelkörner, ca. 1cm im Durchmesser, die das Gelände in eine Winterlandschaft verwandelt hat. Mit etwas nassen Schuhen ging es dann wieder zum Auto um den nächsten Supermarkt zu stürmen und uns Reise fit für die bevorstehenden Campingtage zu machen. Relativ spät am Abend ging es dann Richtung Banff. Das Zelt wurde aufgebaut, wir haben das erste Mal unsere Luftmatratzen aufgepustet, Schlafsäcke bereitet und gehofft das wir einfach ins Schlummerland konnten. Dem war leider nicht so da gefühlt sämtliche unserer Nachbar beschlossen hatten große Teile des Waldes in dieser Nacht abholzen zu müssen. Und wenn der eine aufgehört hatte, fing der nächste damit an. Wie das dann halt so ist. Aber auch diese Nacht ging vorbei. Morgens ging es dann auf nach Banff in den Ort, lecker frühstücken und dann in die Heißen Quellen zum Baden, ein wirklich netter Ausblick. Man sitzt im Pool bei 40 °C und schaut auf die Berge ringsherum. Schon beeindruckend. Dann bin ich mir schon nicht mehr sicher was wir wann und wo gemacht haben. Denn: Wasserfall, See (in Grün) dann Wasserfall, Zelt aufbauen, Zelt abbauen, See in Blau, ein Stück fahren, Wasserfall, Wasserfall, Zelt aufbauen, Zelt abbauen, See, und so weiter.... Also nur nicht falsch verstehen, aber es war unfassbar schön, ich versuche die Bilder auseinander zu sortieren und irgendwie in die Richtige Ordnung im Kopf zu bekommen, aber grade funktioniert das noch nicht. Die Rocky Mountains gingen damit schneller vorbei wie gedacht, ich durfte dann auch mal ein bisschen Autofahren und Straßen die einfach nur gerade ausgehen, gibt es in Deutschland nur sehr wenig, aber nach 1 km geradeausfahren feiert man regelrecht eine Party wenn mal eine Kurve kommt. Interessant ist auch die Fahrweise der Trucker. Highway, (also eine gut ausgebaute Bundesstraße) Baustelle 70 km/h erlaubt, klein Katha schon zu schnell unterwegs. Ich muss sagen ich musste etwas schlucken als der Truck hinter mir zum Überholen anfing, und er zog an mir vorbei als würde ich stehen, es war ein sehr großer Truck. Dann ging es Richtung Vancouver und nach Vancouver Island mit der Fähre. Den Freitag haben wir genutzt um die Bilder der Woche zu verarbeiten in dem wir einfach 3 Stunden am Strand gesessen haben und einfach aufs Wasser gestarrt haben. Wir wurden netterweise von unserm couchsurfing Host gefahren, in einem roten Mustang Cabrio, das war schon cool! Abends haben wir uns dann noch einen wahnsinnig schönen Sonnenuntergang angeschaut. Samstag ging es dann bei Regen los Richtung Qualicum falls und Cathedral grove. Und eigentlich wollten wir nicht noch bis an die Westküste fahren denn die Straße ist nicht sonderlich gut und es dauert halt 4 Stunden, naja wir haben das dann doch gemacht und es war ein Traum. Der Regen hat am Strand auch mal kurz Pause gemacht und ich konnte meinen Füße in den Pazifik halten. Sonntag morgen ging es dann sehr zeitig nach Victoria, da haben wir 2 Touren Whale watching gemacht. Nur weil wir auf der ersten Tour keine Wale gesehen haben, konnten wir gleich noch mal mit. Wir haben Seelöwen, Robben, Delphine, Orcas und Buckelwale gesehen, das war Wahnsinn! Fotos hab ich davon leider nicht, ich war mit selber schauen beschäftigt :) Netterweise wurden wir dann noch zum Bus gefahren der uns zur Fähre gebracht hat, das hat auch alles grade so geklappt, denn wir waren 10 min vor dem Ablegen der Fähre am Terminal, optimale Zeitausnutzung. In Tsawwassen wurden wir dann wieder eingesammelt und es ging nach Vancouver, die letzte Station auf meiner Reise. Montag haben wir dann eine Radtour durch Vancouver Downtown gemacht um möglichst viel in kurzer Zeit anschauen zu können, das hat auch sehr gut geklappt. Dienstag bin ich dann zur Uni gelaufen War im Pazifik baden, im Botanischen Garten und im Museum für Anthropologie. Ein sehr schöner Abschluss von 2 aufregend schönen Wochen. Und nun noch ein paar Bilder, es ist so unglaublich schwer auszusortieren ...
Calgary
Johnson Canyon
Lake Louise
Moraine Lake
Takakkaw Falls
Emerald Lake
Peyto Lake
Saskatchewan Gletscher
Athabasca Gletscher
Athabasca Falls
Maligne Lake
 Maligne Canyon
Mount Robson
Pamperton - mit Sonne hinterm smog
Whistler
Vancouver Island - Nanaimo
Qualicum Falls
Cathedral Grove
Tofino - Long Beach
Vancouver
Olymischer Flammenhalter
Nitobe Garten
Botanischer Garten der UBC
Anthropologisches Museum

(c) Fotos: Katharina Veith