Gut fangen wir mal Freitag an. Das war Karfreitag, ich hatte es endlich mal geschafft in die Kirche zu gehen und der Gottesdienst war sehr gut, es gab für mich ein ganz paar Denkanstöße, die ich noch ein bisschen verfolgen werde. Danach habe ich mein Zimmer auf Hochglanz gebracht, denn am nächsten Tag hatte ich Geburtstag und die Gäste sollten nicht mein übliches Chaos sehen ;-) So war dann auch der Tag recht schnell vorbei und es sollte Samstag werden, für mich dieses Jahr nicht nur Ostersamstag, sondern auch mein Geburtstag. Meine Schwester hatte gesagt die werden so gegen zwei bei mir sein, aber bis jetzt wurde jede angekündigte Ankunftszeit um eine halbe Stunde unterboten, so auch dieses mal. Das ist auch immer gut für mich, denn die letzte Stunde schau ich eh immer aller 5 min auf die Uhr um festzustellen, wie langsam Zeit vergehen kann. Aber da sie wieder überpünktlich waren, war die Wartezeit auch nicht so lange. Diesmal hatte meine Schwester aber nicht nur Jens und Elias mitgebracht sondern auch Carlo, der sich nach über einem halben Jahr in Schweden auch mal wieder nach Deutschland verirrt hat - ich natürlich riesig am freuen, wie den ganz Tag.
Wir haben dann den lecker Kuchen, den meine Schwester mit gebacken hat und den Kladdkaka den ich gebacken hab verspeißt, sind dann noch ein bisschen in Eimnüttel spazieren gewesen, ich konnte ein bisschen meinen Neffen ärgern, ein sehr schöner Nachmittag, der viel zu schnell vorbei war.Gegen halb sieben kamen dann auch schon die nächsten Gäste, und wieder gab es lecker Essen. Ich hab einen Zwiebelkuchen ohne Zwiebeln, dafür aber mit Gemüse gemacht, und ich finde der ist sehr gut geraten, es hat sich auch niemand beschwert ;-) Es war ein sehr schöner gemütlicher Abend, danke dafür.
Der Sonntag begann dann sehr langsam und alles andere als überstürzt. Wir, das waren Anja, Carlo und ich haben dann ganz gemütlich gefrühstückt. Anja ist dann wieder zu ihren Großeltern gefahren und Carlo und ich, wir haben uns auf den Weg gemacht ein bisschen das ruhigere Hamburg zu genießen. Ruhig ist relativ - es war schließlich Ostern und das Wetter super gut. Also waren auch da eine ganze Menge Menschen unterwegs, schön war es trotzdem. Aber das sollte noch nicht alles für diesen Sonntag gewesen sein.

Wir sind dann mit der Bahn zu den Landungsbrücken gefahren und haben eine Fähre nach Finkenwerder genommen und von da aus weiter nach Teufelsbrück. Die Fährfahrt ist einfach mal richtig schön, denn man kann viel sehen und ist mal was anderes als zu Fuß oder mit dem Bus. Zurück in die Stadt sind wir dann aber wieder mit dem Bus. Bei Starbucks gab es dann wieder eine Vanilla Latte und wir sind wieder nach hause gefahren. Es war dann doch schon fast dunkel als wir ankamen und da wir auch eine ganze Menge gelaufen sind waren wir doch ziemlich knülle. Aber irgend eine Abendunterhaltung musste noch her, gut, wir schauen einen Film. Nicht ganz so einfach, Die tollen Filme die Carlo hatte, waren auf schwedisch, jetzt nicht ganz so günstig, da sich mein schwedisch auf "Hej" und "Hej då" beschränkt. Eine Alternative war dann aber auch gefunden: "The big Lebowski" ich hatte schon von dem Film gehört und mit wurde gesagt, dass er etwas schräg wäre, aber man sollte ihn mal gesehen haben. Der Film war wirklich schräg, allerdings bin ich dann eingeschlafen und hab natürlich das Ende nicht mitbekommen, Carlo danach zu fragen war auch sinnlos, denn er hat noch eher geschlafen als ich. Ich will den Film damit nicht schlecht machen, aber man sollte ihn schauen, wenn man nicht schon halbschlafend im Bett liegt ;-)
Dann war auch schon Montag, Ostermontag, wieder super tolles Wetter, aber erstmal ausschlafen, dann frühstücken mit Kaffee aus der Kaffeemaschine, die meine Schwester mir überlassen hat und gaaanz lecker Kaffee, mit Vanillearoma :-)Dann ging die Wanderung los. Wir sind zur Außenalster und auf der Ostseite in die Innenstadt gelaufen. Und wir waren nicht die einzigen die da unterwegs waren, so viele Menschen die spazieren ging, joggten und Rad fuhren habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Von der Binnenalster aus sind wir dann in die HafenCity, dort haben wir die schönen Holzbänke der Marco Polo Terrassen genutzt um, wieder mal die Sonne so richtig zu genießen.

Da steht auch ein kleiner, wie ich meinem Reiseführer entnehmen konnte 13 m hoher ViewPoint, den haben wir dann auch noch erklommen, das hat mich ein ganz bisschen Überwindung gekostet, denn die Stufen und die Plattform an sich waren aus Metallgittern, durch die man durchschauen kann, nich ganz mein Fall. Naja hoch ging irgend wie, der Blick war auch ganz nett runter ging auch irgend wie. Erstaunlich, ein Jahr älter und so vieles ändert sich ;-)
Von da aus sind wir dann zum Rathaus und durch die Colonaden nach Planten un Blomen. Dort kamen uns schon so viele Leute entgegen, das wir dachten im Park wären kaum noch Leute, aber falsch gedacht, da waren noch Mensch und zwar viele, sehr viele. Es war ein bunter Haufen Menschen zu sehen und dann soll noch mal einer sagen das die Städter nicht ins Grüne gehen. Wir hatten einen schönen Sitzplatz gefunden und einfach nur da sitzen und Menschen beobachten ist eine faszinierende Beschäftigung. Irgendwann mussten wir ja aber dann doch nach hause und wir sind auch das letzte Stück bis zu mir zu Fuß gegangen. Insgesamt waren das wohl ca. 20 km und wie ich finde, ist das eine ganz ordentliche Strecke.
Es waren drei wundervolle Tage.
Fotos: Carlo Berg, Katharina Veith
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